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ISSN 0947 - 8736

European Journal of Clinical Research


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Hormonsubstitution in der Postmenopause – Einfluß auf die Fibrinolyse

Mit dem Einsetzen der Menopause steigt auch für Frauen das Risiko kardiovaskulärer Todesfälle deutlich an. Einer der Gründe hierfür könnte darin liegen, daß bei postmenopausalen Frauen höhere Plasmaspiegel des Plasminogen-Aktivator Inhibitors Typ 1 (PAI-1) gemessen werden als bei prämenopausalen Frauen. Verschiedene prospektive Beobachtungsstudien konnten zeigen, daß Frauen, die sich einer postmenopausalen Hormonsubstitution unterziehen, seltener zu kardiovaskulären Ereignissen neigen als nicht behandelte Frauen. Einige Studien haben bereits gezeigt, daß eine Östrogentherapie den PAI-1-Spiegel bei postmenopausalen Frauen senkt.

Titel:
Effects of Hormone-replacement therapy on Fibrinolysis in postmenopausal women

Autoren:
Kon Koh K, Minceover R, Bui MN, Csako G, Pucino F, Guetta V, Waclawiw M, Cannon III RO

Quelle:
N Engl J Med 1997; 336: 683-690

Methoden:

Studienort

NIH, Bethesda

Studiendesign

randomisierte Cross-over-Studie

Probandenzahl

30 Frauen: orale Hormongabe

20 Frauen: transdermale Hormongabe

Medikation

oral: 0,625 mg konjugiertes Östrogen (mit oder ohne Zusatz von 2,5 mg Medroxyprogesteronacetat täglich)

oder transdermal: 100 µg Estradiol (mit oder ohne Zusatz von 2,5 mg Medroxyprogesteronacetat täglich)

Prim. Zielkriterien

Serumkonzentration des PAI-1 und von Lp(a), Oxidierbarkeit der LDL

Sek. Zielkriterien

Abauprodukt von vernetztem Fibrin (D-Dimer), LDL-, HDL-, Gesamtcholesterin, Triglyceride

Ergebnisse:

Konjugierte Östrogene reduzierten den PAI-1-Spiegel auf etwa die Hälfte, wobei das zusätzliche Gestagen keinen Einfluß zeigte. Dieser Effekt war umso stärker ausgeprägt, je höher der Ausgangswert des PAI-1 lag. Gleichzeitig nahm der D-Dimer-Spiegel signifikant zu. Dies ist ein Hinweis auf eine Zunahme der fibrinolytischen Aktivität. Im Gegensatz dazu kam es unter der transdermalen Estradioltherapie zu keinen Veränderungen der gemessenen Parameter.

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